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Einfacher leben – Minimalismus im Kleiderschrank

Nach meinem Post zu unserem neuen Schlafzimmer haben mich viele gefragt, wo ich denn mit all meinen Klamotten hingehe. Tatsächlich sind es gar nicht viele und ich bräuchte maximal eine Kommode mit 3 Schubladen oder eben meinen kleinen Vertiko um meine Klamotten unterzubringen. Denn ich habe mir über die letzten Jahre ganz unbewusst so etwas wie eine Capsule Wardrobe geschaffen. Eine Capsule Wardrobe? Für viele ist dieser Begriff wohl ein großes Fragezeichen. Eine Capsule Wardrobe ist ein Kleiderschrank, der perfekt auf einen abgestimmt ist und der aus wenigen Teilen besteht, die sich alle prima miteinander kombinieren lassen. Ich war ehrlich gesagt schon immer der Basics Typ in Sachen Mode und von Trends weit entfernt. Jeans, Shirt und Cardigan trage ich eigentlich fast täglich und das seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten. Ab und an mal ne Bluse statt dem Shirt oder einen Rock statt der Hose. Farblich alles eher dezent und genauso unbunt wie alles andere bei uns. In Sachen Kleidung liebe ich dunkelblau, grau, weiß und rosa. Ob und an war mal ein Teil in mint dazwischen aber in allen anderen Farben fühle ich mich verkleidet.

Manch einer würde es vermutlich als langweilig bezeichnen, aber ich finde es furchtbar bequem und es erleichtert mir mein Leben, denn die wenigen Lieblingssachen trage ich alle gern und selten stehe ich morgens vor meinem Schrank und weiß nicht was ich anziehen soll. Mit der Schwangerschaft von Emil hat es angefangen, dass ich sehr viel bewusster und vor allem weniger Klamotten eingekauft habe. Nach der Geburt habe ich mir einmal einen großen Schwung Kleidung gekauft, weil ich das Gefühl hatte ich müsste nach der Veränderung des Körpers nun mal wieder was für mich tun und hatte mir sogar ein recht großes Budget dafür zusammengelegt. Ihr glaubt nicht wieviele Fehlkäufe dabei waren. Nur 2 Teile davon befinden sich heute noch in meinem Kleiderschrank. Alle anderen Sachen haben mich nicht glücklich gemacht und die Freude war nur kurz nach dem Kauf da. Also habe ich beschlossen ein Jahr wirklich nur das nötigste zukaufen, nur dann wenn man wirklich was benötigt, wie neue Socken oder ein T-Shirt für den Sommer. Das Jahr ist längst rum und ich habe es aber irgendwie beibehalten. Wenn ich was brauche schaue ich als erstes bei meinen Lieblingsmarken wie Esprit. Die Sachen sind schlicht und zeitlose und die Qualität ist gut. Die Jeans, zum Beispiel, sitzen bei mir einfach immer am besten und ich trage sie immer ziemlich lange. Und ich muss sagen ich bin ein Sale Shopper. Gerade bei teureren Marke wie z.B. COS lohnt es sich total die schönen Stücke, die sich super für eine Capsule Wardrobe eigenen, im Sale zu ergattern. Und gerade bei Blusen und Strickjacken, die sonst sehr teuer waren, war ich da schon oft erfolgreich. Denn ich muss sagen, ich versuche zwar auf Qualität zu achten, möchte auch gern mehr Nachhaltiges im Kleiderschrank haben, aber oft kaufe ich doch noch lieber preisbewusst ein und dafür eignet sich der Sale wunderbar, gerade wenn man weiß was man trägt und was einem gefällt. So ist vor einiger Zeit auch mein erstes Designerstück eingezogen. Es ist nur ein kurzes Schwarzes von Guido Maria Kretschmer, aber ich mag es sehr gern und freue mich immer, wenn es einen Anlass gibt es anzuziehen. Das Kleid liegt übrigens nicht in der Schublade, zusammen mit ca. 4 langen Strickjacken hängt es in einem Kleiderschrank der bei den Jungs im Zimmer steht und auch die paar Anzüge meines Mannes beherbergt. Oder im Sommer unsere Winterjacken. Winterjacken ist übrigens ein Thema wo mir das Geld total egal ist, da kaufe ich ganz noch dem Motto „Cost per Wear“ – Das bedeutet, je öfter ein Kleidungsstück getragen wird, desto günstiger wird es. So habe ich meist Winterjacken die um die 300€ kosten, die ich aber meist mehr als 3 Jahre jeden Tag im Winter trage. Ich bin damit die letzten Mal immer besser gefahren und wenn man es so rechnet, dann ist die Summe überhaupt nicht mehr so hoch, denn die Jacke wird echt viel und lange getragen.

Ich möchte meine Capsuale Wardrobe auf jeden Fall noch eine ganze Weile beibehalten. Auch jetzt in der Schwangerschaft ist dieses Modell das beste für mich, denn es spart einfach Geld und Zeit und man fühlt sich immer Wohl in seinen Sachen, weil sie einfach zu einem passen. Wie siehts bei euch aus, eher begehbarer Kleiderschrank oder doch auch die eine Kommode mit den paar Lieblingsstücken?

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5 Comments

  • Reply
    Vanessa von Sukhi
    03/16/2018 at 11:53

    Ich müsste bei mir auch mal wieder entrümpeln, da bei mir im Schrank einfach gar kein Platz mehr ist! Ich liebe die Idee des Minimalismus aber finde es immer so schwierig sich dann am Ende doch von Sachen zu trennen…

    • Reply
      Kerstin
      03/17/2018 at 17:04

      Echt? Mir fällt das Trennen überhaupt nicht schwer. Aber ich gebe zu, man muss sich auch erstmal dran gewöhnen und dann wird man fast ein wenig süchtig danach.

  • Reply
    Catherine
    03/17/2018 at 20:11

    In der Schwangerschaft ist mir das auch gelungen mit super wenig klar zu kommen – war auch ein wenig zu geizig für den kurzen Zeitraum extra was anzuschaffen 😉 Aber mein normaler Kleiderschrank hat noch Verbesserungspotential – zwar Kauf ich auch da nicht viel (mit Kindern hab ich dazu eh keine Zeit), aber der ist noch voll mit Altlasten. Und mit dem trennen zu ich mir auch schwer… Ich hab jetzt zumindest einen Teil mal in den Keller verfrachtet und vermiss ihn natürlich kein bisschen! Jetzt muss ich mich nur noch endgültig trennen. Wo gebt ihr denn die Sachen hin? Sind ja teils noch echt im super Zustand…

    • Reply
      Kerstin
      03/18/2018 at 09:36

      Ich habe eine Zeitlang viel gespendet, aber wir haben auch schon mal einiges mit zum Flohmarkt genommen und sind es gut losgeworden. Es gibt auch spezielle Frauen-Flohmärkte wo man als Frau fast nur seine ausrangierten Klamotten verkauft.

    • Reply
      Kerstin
      03/18/2018 at 09:36

      Ich habe eine Zeitlang viel gespendet, aber wir haben auch schon mal einiges mit zum Flohmarkt genommen und sind es gut losgeworden. Es gibt auch spezielle Frauen-Flohmärkte wo man als Frau fast nur seine ausrangierten Klamotten verkauft.

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