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Wohnwagen pimpen – Eine DIY Wohnwagen Küche

Nachdem wir unseren Wohnwagen bekommen hatten war ziemlich schnell klar, dass wir eigentlich nicht mit Gas unterwegs sein wollen, zumindest nicht mit festverbautem und da auch der Kühlschrank nicht mehr ganz frisch aussah, haben wir vielleicht etwas unüberlegt alles rausgerissen und zu einem Spotpreis in den Kleinanzeigen verkauft. Das war ziemlich schnell klar, nachdem sich innerhalb kürzester Zeit das EMail Postfach füllte. Gut, wir hatten keine Ahnung was so ein Camping Kühlschrank, auch wenn er alt ist, eigentlich wert ist. Aber egal. Am Ende war alles weg und uns blieb eine freie Stelle im Wohnwagen:

Wir hatten verschiedene Schläuche, Kabel und Löcher in der Wand, sowie eine Idee im Kopf. Ich hatte erstmal Platz zum streichen und tapezieren und das habe ich dann auch direkt mal in Angriff genommen, denn hinter der Küchenzeile war die Holzverkleidung nicht mehr all zu schön.

Die Hängeschränke sollten bleiben. Die erste Idee war ja die Hängeschränke zu bekleben, aber das habe ich dann doch nur bei den zweien über der Schlafecke gemacht und hier doch lieber gestrichen. Wie gut das klappte, das erzähle ich euch auch noch mal.

Tapete statt Klebefliesen

Ich hatte schon die Klebefliesen bestellt, aber mich im Endeffekt, dann doch dagegen entschieden, weil es mir irgendwie zu bunt war und ich die Optik der Tapete von ferm living, die ich aus Emils Kinderzimmerrenovierung noch über hatte für die Küchenzeile auch gut gefiel. Also habe ich tapeziert und zum Schutz zwei Schichten Tapetenschutzlasur aus dem Baumarkt gestrichen, die die Tapete damit abwischbar macht. Ich bin sehr gespannt, wie das bei roter Soße später aussieht. Optisch ist das auf jeden Fall mein Highlight und ich mag die Küchenzeile nun sehr. Während ich also gestrichen und tapeziert habe, hat mein Mann das Untergestell aus Holzlatten und einfachem Bastelsperrholz aus einem Baumarktdiscounter gebaut.

Die Küchenzeile

Wir sind ja immer irgendwie günstig unterwegs und das war zum einen eine günstige und leichte Alternative. Da das leichte Holz, aber in Verbindung mit Wasser nicht ideal reagieren würde, haben wir es mit weißem Wohnraumwachs behandelt und mehrere Schichten aufgetragen und zwischendrin immer wieder abgeschliffen. So haben wir auch die Arbeitsplatte behandelt, die aus einfachem Fichtenholz besteht.

Zu gern hätte ich das Paulownia Holz genommen, aber kein Baumarkt in Oldenburg hatte es in der passenden Größe.

Passgenau haben wir das ganze nun zwischen die zwei Sitzbänke gebaut und mit Holraumnieten an der Wand befestigt, damit während der Fahrt nichts hin und her rutscht.

Von Innen gibt es einen kleinen Auszug für verschiedene Küchenutensilien und ein Schwerlastschubfach für unsere geplante Kühltruhe. Noch haben wir uns für kein Modell entschieden, aber der Grund dafür keinen Kühlschrank zu nehmen, war die Vielseitigkeit. Denn auch auf Reisen ohne Wohnwagen kann eine Kühltruhe prima ins Auto. Da man aber dennoch gut an alles rankommen soll, war der Auszug unerlässlich.

Auf der linken Seite unter dem DIY Waschtisch ist ein Regalboden für die Wassertanks und Platz für andere Aufbewahrungsmöglichkeiten. Wir planen mit einem Frischwasser und einem Abwassertank zu arbeiten und mit einem Fußschalter, da wir unbedingt einen optisch ansprechenden Wasserhahn wollten und keinen typischen Campingwasserhahn in dem der Schalter für die Pumpe schon verbaut gewesen wäre.

Günstige und leichte Spüllösung

In einem so alten Wohnwagen wie unserem ist das Gewicht ausschlaggebend und wir müssen nicht nur praktisch und schön bauen, sondern vor allem leicht. Ich habe mich also auf die Suche nach einer günstigen, leichten Spüle gemacht. Aber auch da bin ich nicht fündig geworden. Irgendwann kam mir die Idee, es mit einem genormten GN Behälter zu versuchen. Schließlich könnte man dann auch ein Loch sägen und es jederzeit tauschen, da die Größe so immer zu bekommen ist. Mein Traum wäre Melamin gewesen, aber das haben wir versucht und es ließ sich nicht bohren. Nach etwas Rumprobiererei haben wir den schwarzen Kunstoffbehälter aber gut mit einem Rundbohrer bohren können um dann unseren Abfluss einzusetzen.

Mein Tipp für das Bohren von Kunstoff: Klebt unbedingt die Stelle vorher ab, am besten von beiden Seiten. Und bohrt langsam, aber unbedingt gerade und genau. Dann klappt es gut und man hat samt Auslauf nur 20€ für sein Spühlbecken ausgegeben.

Falls ihr euch fragt, wie wir denn eigentlich kochen wollen? Wir planen mit unserem Küchenhelfer zu kochen und hoffen auf genug Strom auf den Campingplätzen oder überlegen auch hin und wieder eine Solarzelle zu verbauen, um uns selbst mit Strom zu versorgen. Und für Draußen finden wir bestimmt auch noch eine Art Grill-Alternative.

Ich bin auf jedenfall super glücklich mit der neuen Küchenansicht und ich finde das Vorher/Nachher-Bild sagt alles, oder?

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