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Hallo Ostfriesland – schön ist´s bei dir!

#pressereise

 

Einige von euch haben es vielleicht auf Instagram gelesen, ich war letzte Woche ein paar Tage unterwegs in Ostfriesland. Genauer gesagt in Norden/Norddeich und auf Norderney. Im Rahmen in einer toll geplanten Pressereise mit ein paar anderen lieben Bloggerin waren wir von der Ostfriesland Tourismus GmbH eingeladen uns das schöne Ostfriesland anzuschauen. Leider, leider hatte ich nur zwei Tage Zeit, sonst wäre ich zu gern noch wie die liebe Nadine oder Cindy weiter mit nach Langeoog gereist. Aber Gott sei Dank ist Ostfriesland bei uns ja gleich um die Ecke und gerade die Ostfriesischen Inseln sind beliebte Ziele für Urlaube. Wir waren selbst schon auf Spiekeroog und auch Langeoog wäre nicht neu für mich gewesen, da war ich sogar schon häufiger und ich kann es allen sehr empfehlen. Aber nicht nur die Inseln sind ein Traum, auch das Festland hat einiges zu bieten.

Wir waren ja schon im Sommer in Bensersiel und haben dort eine Ecke des Festlands erkundet. Diesmal ging es von Norden aus mit kleinen, spritzigen Gefährten am Deich entlang Richtung Greetsiel und weiter zum Pilsumer Leuchtturm, der wohl den meisten aus den Otto Filmen bekannt ist und für mich eines der Wahrzeichen Ostfrieslands. Aber erstmal mehr zu unseren „Spritzigen Gefährten“ – Ich hatte ja keine Vorstellung wie es sich anfühlen würde in einer Seifenkiste mit ordentlich Wums zu sitzen und dann auch noch zu versuchen den Anschluss nicht zu verlieren. Ich bin wahrlich kein Schisser beim Autofahren. Fahre gerne schnell, wenn es der Verkehr und die Straßenverhältnisse zu lässt und bin diejenige die grundsätzlich in fremden Städten am Steuer sitzt, denn ich bin die wohl schlechteste Beifahrerin überhaupt. Aber trotz alle dem so ein kleiner Flitzer ist eine ganz andere Nummer.

Um 10 Uhr trafen wir uns in Norden an der HOT ROD Station. Wir bekamen unsere Helme, eine kleine Einweisung (Bremse links, Gas rechts) und schon saßen wir, dem Erdboden sehr nah, in dem Minirennwagen und drehten zaghaft eine Runde um die benachbarte Waschanlage. Das fühlte sich schon komisch an und ehrlich: Eigentlich war ich alles andere als bereit mich in den Verkehr zu stürzen, aber gut, der Startpunkt lag an einer großen Straße und von Feldwegen war erstmal keine Spur. Ich hatte den vorletzten Platz ergattert und hinter mir war nur noch der Guide, der aufpassen sollte, dass alle dabei bleiben. Gut so, denn ich glaube sonst wäre ich ganz langsam irgendwo abgebogen und hätte mich dem Verkehr entzogen. Die 30 km/h fühlten sich wie 100 an und ich saß krampfhaft da und konzentrierte mich, bloß rechtzeitig die Bremse zu drücken. Denn so versetzt nebeneinander im echten Straßenverkehr zu fahren, war irgendwie was anderes als auf dem Parkplatz rund um die Waschstraße. Aber es gab kein Zurück. Ich wollte schließlich mit und so gab ich Gas. Hach, war das lustig. Der Wind wehte einem um die Nase, die Menschen winkten einem begeistert zu und ich fühlte mich das erste Mal allein ohne die Jungs tatsächlich ein wenig frei. Nach einem kurzen Abstecher zum Fähranleger ging es am Deich entlang Richtung Greetsiel und weiter zum Otto Leuchtturm. Ich sag euch, die abschüssigen Feldwege waren eindeutig schlimmer als die große Landstraße. Ich sah mich schon im Graben liegen. Anders auf der Landstraße. Da begann es erst so richtig Spaß zu machen. 90 km/h konnten die Hot Rods fahren, aber schon mit 70, dachtest du bei jedem kleinen Huckel, gleich hebt es ab. Das war wirklich ein Erlebnis und hat ein riesen Spaß gemacht und solltet ihr die Möglichkeit haben, probiert es aus! Ich glaube mein Mann hätte auch sehr viel Spaß gehabt! Falls ihr also mal eine Geschenkidee für den Liebsten sucht?

Den Pilsumer Leuchtturm möchte ich unbedingt noch mal besuchen. Auch Greetsiel haben wir nur kurz durchfahren, dabei ist es das Vorzeigeörtchen von Ostfriesland und wirklich zuckersüß! Wir mussten uns nach einer kurzen typischen Ostfriesentee-Pause mit Sahne und Kluntje aber wieder Richtung Norden machen, denn dort gabs im Café ten Cate typisch ostfriesisches zum Mittag. Mehlklütjes mit Vanillesoße und Birnen. Es roch sehr gut, aber ich mags Mittags lieber Salzig und hatte mich für die Bratkartoffeln entschieden. Gute Idee, denn das Essen am Abend sollte ein Genuss werden.

Dann ging es gegen späten Nachmittag mit der Fähre rüber auf die zweitgrößte der Ostfriesischen Inseln – Norderney. Wir waren zuletzt vor Pauls Geburt ein Wochenende da und seit dem, möchte ich eigentlich unbedingt wieder hin und habe auch schon nach passenden Unterkünften recherchiert. Wie es der Zufall so will, hatte ich das Glück, genau eine dieser Unterkünfte für euch ausprobieren zu dürfen. Wir checkten als gegen späten nachmittag im Inselloft Norderney ein. Ein Konzepthotel mit so viel Liebe zum Detail, dass ihr da von mir einen extra Post zu bekommt. Nach dem Bestaunen der Zimmer ging es ans Meer. Den herrlichen Duft einatmen und das kreischen der Möwen hören. Noch war das Wetter freundlich, aber für den nächsten Tag war Regen angesagt und so wollte ich unbedingt ein paar Bilder machen. Die perfekte Lage des Hotels, fast direkt am Wasser, neben der Milchbar war ideal und so stand ich mit meinen Gummistiefeln in der Gischt und habe dem Meer zugehört. Herrlich! Ich finde ja es gibt nichts besseres!

Nach einem leckeren Abendessen im FischWerk habe ich mich noch im Restaurant des Hotels umgeschaut und bin danach todmüde ins Bett gefallen. Aber auch hierzu, bzw. zu all unseren leckeren Stops auf der Insel bekommt ihr einen extra Post, denn die waren alle sehr gut und haben ein paar mehr Worte verdient. Ausgeschlafen ging es dann am nächsten morgen mit dem Rad (Gott sei Dank ein eBike) zur Frühstückslocation. Denn so ohne Essen Sport, dass ist ja nicht meins. Aber als leidenschaftliche eBike-Fahrerin war das überhaupt kein Problem, denn so richtig anstrengend (genau das mag ich daran!!!) ist es ja nicht wirklich. Wir waren die ganze Zeit übrigens immer in einer sehr netten Mädelstruppe unterwegs, zwei liebe Mädels von Norderney die uns die Insel zeigten und all unsere Fragen beantworteten, das Team von der Ostfriesland GmbH, die alles so toll organisiert hatten und wir vier Blogger: Nadine, Cindy, Anne und ich. Alle mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen und Erfahrungen. Das fand ich besonders spannend daran. So verquatschten wir uns beim Frühstück und radelten dann auf den letzten Drücker ans andere Ende der Insel zum Badehaus, wo wir den Vormittag verbringen wollten, nachdem das Wetter für unsere Radtour eher nicht so schön war.

Das BADE:HAUS war ein Traum, eigentlich hätte auch das einen extra Post verdient, aber da ich keine eigenen Fotos gemacht habe, erzähle ich euch einfach nur davon. Ich hatte die Pressebilder schon häufiger gesehen und hatte ehrlich gesagt auch große Erwartungen. Aber die haben sich auch absolut erfüllt. Am meisten hat mich das Familien Thalasso Bad begeistert. So ein schönes Schwimmbad! Mit Kindersauna, vielen verschiedenen Ebene für die Kinder zum Entdecken, Grotten und Höhlen mit Wasserspielen, einer Wasserrutsche die sehr viel Spaß gemacht hat und dem halbstündlichen Wellengang im Hauptbecken. Grundsätzlich erstmal alles ganz typische Sachen für eine Therme oder ein Erlebnis Schwimmbad, aber nicht in diesem Design. Die Gestaltung ist wirklich sehr ansprechend und passt sich dem restlichen Spa Bereich an. Auch der war einfach nur schön! Über all hat man Meereswasser, es gibt ein Feuerbad – da hat die Temperatur 42°C und man denkt im ersten Moment – Pu, das ist zu heiß, da kann ich nicht rein! Aber man gewöhnt sich schnell dran und da es nach oben hin offen ist, stelle ich es mir bei Regen unglaublich schön vor. Es gibt Duschen mit einem Wasserfall aus 6 m Höhe und ein Floating Becken. Wirklich toll alles! Die Saunen und Ruhebereiche darf man nicht vergessen, die sind auch wunderschön und ich glaube nach einem ganzen Tag dort fühlt man sich wie ein neuer Mensch.

Wir sind innerhalb unserer 2 Stunden alle auch noch in den Genuss einer Norderneyer Schlickpackung gekommen. Ich dachte ja, da kommt einer und massiert uns schön ein, neun, das haben wir selber gemacht. Man setzt sich erst in einer Dampfbad und wartet bis die Haut langsam zu schwitzen anfängt und dann beginnt die Sauerei. Gemischt mit ordentlich Salz trägt man nun eine Ganzkörper Maske auf und sitzt damit ca. 8 Minuten im warmen Dampf, bis dann plötzlich von oben die Duschen anspringen. Ich könnt euch das Gekreische vorstellen. Nachdem man alles wieder ordentlich abgespühlt hat, ist die Haut wunderbar weich und ganz zart. Ein absolut lustiges Erlebnis und während ich mir die Hot Rod Tour super für einen Männer-Junggesellenenabschied vorstellen kann, wäre das mein Favorit für die Mädels. Danach noch schön den Tag an der Milchbar ausklingen lassen und es wäre absolut perfekt!

Wir sind nach unserem Thalasso Erlebnis wieder auf unsere eBikes und quer über die Insel zur Weißen Düne geradelt. Dort wartete ein herrliches Mittagessen auf uns mit vielen kleinen Köstlichkeiten zum Probieren. Der Klassiker die Currywurst war natürlich dabei, sowie unglaublich leckere Scampi und anderes Fingerfood. Leider war ich zu hungrig um schöne Fotos zu machen, aber vielleicht findet ihr bei den Bloggerkollegen was, die ich am Ende des Artikels gern nochmal verlinke. Das gute Essen und die gemütliche Location hat uns etwas die Zeit geraubt, so dass wir den wunderbaren Strand und die Dünen in der Ecke der Insel nur kurz genießen konnten. Zu gern wäre ich ja dort mit einem Pferd über den weiten Strand geritten.

Die Insel läst sich prima mit dem Rad erkunden, wir haben das privat auch schon mal an einem Tagesausflug gemacht. Die Wege durch die Dünen sind sehr schön und man kommt so auch mal an abgelegenere Orte ohne den Rummel der Touristen. Denn Norderney ist im Sommer wirklich voll und ich mags ja gern etwas ruhiger und meinetwegen auch rauher vom Wetter. So wie jetzt im September war es schön, aber ich glaube auch im Winter kann man tolle Tage auf der Insel verbringen und durch die Dünen oder am Strand lange Spaziergänge unternehmen und die gute Nordseeluft auf der Thalasso Platform so richtig tief einatmen.

Ich bin immer noch etwas wehmütig, dass ich nicht die Zeit hatte noch mehr so besonders Ostfriesland kennenzulernen, aber da wir ja Gott sei Dank in der Nähe wohnen, werden die verschieden Orte sicher noch oft Ziel unserer Ausflüge oder Urlaube sein. Hättet ihr auch mal Lust hier oben bei uns vorbei zu kommen? Dann lasst euch inspirieren und entdeckt die Möglichkeiten von Ostfriesland.

Lieben Dank an die Ostfriesland Tourismus GmbH, die zu dieser Reise eingeladen hat und uns so viel geboten hat, auch an das Staatsbad Norderney und an die lieben Bloggerkolleginnen Cindy, Anne und Nadine – es war schön mit euch!

 

 

 

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