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Von der Malerei und der Liebe zu Kühen

Wir starten das neue Jahr mit der Vorstellung einer lieben, sympathischen Künstlerin – Christel Keller. Wie auch im letzten Jahr möchte ich euch wieder besondere Schätze und Entdeckungen vorstellen und diesmal geht es um ein ganz bestimmtes Motiv, das Bild von Rosamunde. Rosamunde ist die Kuh, die mir auch schon bei der Recherche nach meiner letzten Recherche für schöne Unterkünfte im Harz aufgefallen ist. Denn Rosamunde hängt ziemlich groß (120×160 cm) in der 2. Ferienwohnung der KOFA 1895. Und das nicht ohne Grund. Rosamunde ist gemalt worden, von der lieben Christel, die Mama des Eigentümers der schönen Ferienwohnung die wir im Dezember besucht haben. Und so haben ich mit der alten Dame Kontakt aufgenommen und sie hat mir erzählt, wie es dazu kam, dass Rosamunde und weitere Kühe in ihren Stall eingezogen sind. Und falls ihr Lust habt. Christel verkauft nicht nur ihre sympathische Kuhkunst, sondern bietet auch Malkurse an. Unter anderem im Harz in St. Andreasberg. Aber Christel bietet auch privat Kurse und Workshops in ihrem Atelier in der Nähe von Hamburg. Ich finde es so toll, dass die Dame mit ihren über 80 Jahren noch so voller Elan ist und ihre Leidenschaft lebt.

Liebe Christel, bitte stell dich doch meinen Lesern einmal kurz vor, wer bist du, woher kommst du und was machst du genau?

Ich bin Christel Keller, Malerin und schon seit vielen Jahren bekannt als die „Kuhmalerin“. Warum, weil meine Lieblingsmotive Kühe sind?
Das hat natürlich eine kleine Geschichte: Ich lebe und arbeite jetzt zwischen Lübeck und Hamburg, davor in Friesland am Jadebusen und malte dort in einem Atelier direkt am Vareler Hafen.
In einer Mittagspause auf dem Weg zum Fischbrötchen und zurück, durfte ich Bekanntschaft machen. mit einer Kuhherde – die Leitkuh, die ja jede Herde hat, kam gemächlich auf mich zu, und eine Phalanx von circa zwölf Kolleginnen folgten ihr.
Ich begann zu reden mit den Damen – nach dem Motto, „hallo Mädels, habt ihr jetzt auch Mittagspause…“ und fotografiert ständig – damals noch ohne Handy, sondern mit der Speicherkarte und als sie sehr nah war, beschloss ich doch den Rückzug.
Habe diesen netten Vorfall dann auch schnell vergessen und am Sonntag morgen, wie immer, meine Speicherkarte in das Laptop gesteckt, um zu sehen was ich alles fotografiert hatte:
und das letzte Bild war diese Kuh „Hälmchen“, alle meine Kühe haben Namen, weil ihr noch einen Grashalm aus dem Maul hing, die auf circa 2 m vor mir stand.
Ich bin so erschrocken, habe dann laut gelacht und bin mit meinem Laptop ins Atelier und habe sofort ein großes Aquarell gemalt. So begann diese wunderbare Freundschaft und ein Kuhbild folgte auf das Andere. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Portraits von diesen liebenswerten Tieren die Betrachter in zwei Lager spalten: die einen sagen, „wie kann man nur Kühe malen“ und die anderen sind begeistert, verliebt und haben immer einen herzlichen Bezug durch Eltern, Großeltern oder eigene Erfahrungen zu meinen Lieblingen!

So folgte ein Kuhbild, zuerst als Aquarell, auf das andere, und als es mir zu viel wurde, ging ich dazu über sie auf Leinwand mit Acryl zu malen und dann hochaufgelöst in FineArt Prince drucken zu lassen.
So haben meine Kunden auch die Gelegenheit ihre Größen selbstständig, nach ihren Raumverhältnissen zu wählen.

Ich stelle am liebsten in guten Restaurants auf, denn da sind die Menschen entspannt und freuen sich über meine personalisierten Kühe an der Wand: die eine sieht lieb aus, die andere frech, die andere pfiffig, die andere mütterlich… Und alle schauen den Betrachter direkt an.

Ich sage auch gerne: meine Kühe ernähren mich – ich muss nur nicht morgens um fünf in den Stall! Ich veranstalte regelmäßig Ausstellungen – und werde dazu auch dazu angesprochen. Um die Freude an der Kreativität und Malerei weiterzugeben, kann man bei mir auch private Malkurs buchen: da vermittele ich reine Technik, denn das ist ja unser Handwerkszeug!

Woher nimmst du deine Inspiration?

Meine Inspiration kommt natürlich aus dem Alltag, wann immer ich Kühe sehe, (ich bekomme auch sehr viele Fotos von Freunden, Kunden, wann immer sie irgendwo auf der Welt eine Kuh sehen). Und bei den Privatkursen.Oder von meinen Schülern, die ihre eigenen Themen mitbringen und auf die ich mich dann intensiv und gerne einlasse.

Was macht dich an deiner Arbeit besonders glücklich?
Besonders glücklich macht mich, dass es überhaupt keine Arbeit ist, dass ich die Welt vergesse und mir jedes Mal denke: warum machst du das eigentlich nicht jeden Tag! Es ist ein Abtauchen, fast wie meditieren oder ein wunderbarer Wellnesstag und genau so empfinden das auch meine Schüler


Du hast schon so viele Jahre Erfahrung inzwischen, was würdest du deinem jüngeren „Ich“ mit auf den Weg geben?

Meinem jüngeren ICH würde ich raten, sich mehr auf die Malerei zu konzentrieren und nicht so viel im Außen ablenken zu lassen!

Welches ist dein Lieblingsbild und warum? 

Rosamunde und Gustav! Eine Kuh und eine Gans. Ich habe natürlich, in einem gottlob, langen Künstlerleben viel gemalt und nach meinem Credo „wer malen kann, kann alles malen“ auch Aufträge: Portraits von Menschen, Hunden, Katzen, Stillleben Landschaften etc. Meine absoluten Lieblinge sind die Kühe 🐄 

Was wünscht ihr für die Zukunft für dich und dein Arbeit?

Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass alles so positiv weiterläuft: Die Privatkurse, die Seminare, die Workshops: Das Feedback meiner Schüler gibt mir sehr viel Energie und Freude! Und natürlich, dass meine Tiere bei den Ausstellungen ihre Freunde finden, und damit dann einen neuen „Stall“! Mit einem Bild ist es wie in der Liebe: es muss zwischen dem Bild und dem Betrachter eine Beziehung entstehen, der Kunde verliebt sich und sieht kein anderes Bild mehr…

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